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Euronics-Elektromark Menth in Vilshofen

Beitrag veröffentlicht am 06.12.2018

Vilshofen. 12000 verschiedene Artikel stehen im euronics-Elektromarkt Menth in den Regalen. Die Kunden können sie anfassen und ausprobieren. Sie können sich von insgesamt 13 Mitarbeitern umfassend beraten lassen. Und doch boomt der Internet-Handel. Ein Problem für das eingesessene Vilshofener Familienunternehmen? "Überhaupt nicht", findet Chefin Doris Werle. Denn ihre Devise ist: Mitmachen statt zuschauen.

Seit drei Jahren betreibt die Firma zusätzlich zum 1200 Quadratmeter großen Laden mit Küchenstudio einen eigenen Online-Shop. Laden und Online-Geschäft befruchten sich gegenseitig, so Doris Werles Erfahrung. Doris Werle prophezeit dem Handel: "Wer online nicht auffindbar ist, der findet stationär in ein paar Jahren nicht mehr statt."

Online-Bestellung führt neue Kunden ins GeschäftUnd dann erzählt sie die Geschichte mit dem Neukunden aus Windorf. "Ein Online-Kunde wollte möglichst schnell eine ganz bestimmte Fritzbox haben. Per Mail hat er nachgefragt, ob das Gerät sicher noch am selben Tag losgeschickt wird. Da habe ich gesehen, dass der Mann in Windorf wohnt. Ich habe ihn angerufen und ihm gesagt, dass er das Gerät schon heute haben kann, wenn er einfach zu uns ins Geschäft kommt. Er war verblüfft, denn er hatte beim Bestellen gar nicht nachgeschaut, woher die Fritzbox kommen würde. ,Ach, ihr seid aus Vilshofen‘, hat er gesagt und sich das Gerät sofort bei uns abgeholt. Seither ist er oft in unser Geschäft wiedergekommen."

Im November 2015 startete die Firma Menth in einem ehemaligen Materiallager ihren neuen Online-Shop. Auf 400 Quadratmetern sind dort mittlerweile 10000 verschiedene Artikel ständig verfügbar. Vier Mitarbeiter wickeln den Verkauf ab, zwei Teilzeitkräfte bringen die Waren auf den Weg. Bestimmte Warengruppen gehen am besten, weiß Wenzl Probst, der Leiter der Online-Abteilung: "Vor allem Blue-Ray-Player, Kaffeeautomaten, Bügeleisen, Staubsauger, Stereoanlagen, elektrische Zahnbürsten und Fernseher bis zu 50 Zoll." Auch wenn es diese Geräte drüben im Laden in reichlicher Auswahl gibt, sagt Doris Werle: "Das nimmt uns nichts weg. Der Online-Shop ist zusätzliches Geschäft." Online-Chef Wenzl Probst beobachtet dank InternetWare muss immerverfügbar seinsogar eine "deutliche Kundenzufuhr" für das Ladengeschäft. "Die Leute suchen in einem Umkreis von 30 bis 35 Kilometern. Ganz wichtig ist die Verfügbarkeit. Die Kunden wollen wissen, ob der Artikel da ist", erzählt der 56-Jährige. Und viele kommen dann in den Laden, um das gewünschte Gerät zu besichtigen, weiß Doris Werle.

Vor allem große Geräte wie Waschmaschinen, Kühlschränke oder große Fernseher werden meistens über den Laden verkauft. Doch auch da spielt das Internet eine Rolle: "Die Kunden haben sich meist schon online umgesehen. Sie kommen sehr gut vorinformiert", erzählt Doris Werle, "trotzdem lassen sie sich noch gerne bei uns beraten und sind offen für Vorschläge." Hier spielt das Unternehmen die Stärke des Offline-Handels aus: Im direkten Gespräch stelle sich schnell heraus, was für den Kunden und dessen Bedürfnisse am besten sei. "Meinen Verkäufern sage ich immer: Wir wollen den Kunden nicht das Teuerste verkaufen, sondern das Richtige", sagt die Geschäftsfrau, "wir wollen, dass der Käufer zufrieden ist und wiederkommt." Denn was nützt einer 80-Jährigen der schicke Fernseher mit den vielen Zusatz-Funktionen, wenn ihr die Bedienung zu mühsam ist?

Neun Verkäuferinnen und Verkäufer stehen zur Verfügung, ebenso vier Lehrlinge. HinzuVorteil im Laden: Kunden können Geräte testenkommen fünf Service-Techniker in der Werkstatt. Bei der Beratung im Laden können sich die Kunden schnell einen Überblick über das Angebot verschaffen – egal, ob Handy, Fernseher oder Spülmaschine. Marktleiter Jürgen Heininger (40): "Die Auswahl ist groß. Wir haben alle marktgängigen Sortimente da, immer aktuell." Zudem lockt im Laden der Ausprobier-Faktor: "Die Kunden können die Waren in die Hand nehmen und ausprobieren", sagt Doris Werle, "wir geben viele Geräte auch zur Probe mit oder machen Vorführungen wie jetzt wieder im Herbst mit den Küchenmaschinen."

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