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Radsport Leitl: Immer einen Tritt voraus

Beitrag veröffentlicht am 25.07.2022

Seit 1988 versorgt das Familienunternehmen Radsport Leitl Menschen und Besucher in Zwiesel mit dem passenden Fahrrad. Ob erstes Fahrrad für die Kids oder das neue Mountainbike für die nächste Bergtour, das siebenköpfige Team steht beratend zur Seite, bis das passende Modelle gefunden ist. Und auch im Anschluss können Kunden jeder Zeit für Service oder Sicherheitschecks in die Werkstatt kommen.

Das Wichtigste für Oliver Leitl und sein Team: Hauptsache, der Kunde kann zufrieden mit einem gekauften oder geliehenen Fahrrad radeln. Wir haben mit Oliver über das Unternehmen und die neuesten Trends im Bike‐Geschäft gesprochen. 

 

Können Sie Ihr Unternehmen kurz für unsere Leserinnen und Leser vorstellen?

Herr Leitl: Gegründet wurde unser Unternehmen von meinem Vater Josef Leitl im Jahr 1988. Damals arbeitete mein Vater noch in einem ganz kleinen Laden, bis wir sechs Jahre später 1994 dann nach Zwiesel gezogen sind, um uns zu vergrößern. Der dritte Umzug folgte dann im Jahr 2020, aber nur eine Straße weiter ins Theresienthal 51.

Am 1. Januar dieses Jahr habe ich den Laden dann von meinem Vater Josef übernommen und bin seitdem auch offiziell Geschäftsführer und Besitzer. Aber wir arbeiten immer noch Hand in Hand, mein Vater ist weiterhin Teil des Teams. Tatsächlich helfen meine beiden Eltern noch mit; auch die Mama ist im Laden und dafür sind wir sehr dankbar. Insgesamt zählen wir aktuell sieben Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, aber im August kommt noch ein Mechaniker dazu und wir suchen noch jemanden für den Verkauf. Zurzeit ist einfach sehr viel los.

 

Was zeichnet Ihr Unternehmen aus, was hebt Sie von Mitbewerbern ab? 

Herr Leitl: Das ist eine gute Frage! Also wenn ich so darüber nachdenke, auf jeden Fall unsere Atmosphäre. Im Team pflegen wir ein sehr freundschaftliches, eigentlich schon familiäres Miteinander, da wir auch privat sehr viel miteinander unternehmen und uns schon sehr lange kennen. Bei uns zu arbeiten, macht einfach Spaß und dieses Gefühl wollen wir auch auf unsere Kunden übertragen. Wir sehen uns als klassisches Familienunternehmen, ein bunter Freundeskreis, der täglich zusammen zur Arbeit gehen darf. Und so suchen wir auch unsere neuen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Wichtig ist es, dass diese zu uns passen. 

Außerdem sind wir ein reiner Fachhandel. Wir gehören zu keiner Einkaufsgemeinschaft. Das bringt ein paar Vorteile mit sich. Zum Beispiel können wir – das mag jetzt vielleicht banal klingen – kaufen was wir wollen. Dadurch, dass wir im Einkauf sehr ungebunden sind, führen wir auch oft Räder und Artikel, die es in größeren Geschäften nicht gibt. Am Ende ist das auch für unsere Kunden ein großer Vorteil: zum einen beim Preis und zum anderen in der Auswahl und im Sortiment. 

Ach … und da wir das Siegel als Shimano Service Center tragen, werden wir oft bevorzugt behandelt, z.B. in Sachen Materialien und Bestellungen. Um dieses Siegel zu tragen, nehmen wir regelmäßig an Weiterbildungen teil und müssen spezielle Anforderungen erfüllen. 

 

Sind Sie selbst auch viel mit dem Rad unterwegs? Wenn ja, mit welchem?

Herr Leitl: Früher waren wir oft mit dem Rad unterwegs, meist mit dem „Rennradl“, aber mittlerweile bevorzuge ich das Mountainbike. Tatsächlich fahre ich zurzeit ein E-Bike, das Specialized Levo SE mit einem schwächeren Motor. Das ist ein richtig schönes Bike, weil es durch den schwächeren Motor auch weniger Gewicht hat und du eigentlich wie auf einem normalen Fahrrad fährst. Ein wirklich klasse Gefühl.

 

Verraten Sie uns Ihre Lieblingstour?

Herr Leitl: Meine „Feierabend‐Tour‟, wenn man so will, ist natürlich immer bergig, Oliver lacht, hier in der Gegend um Zwiesel auf flachem Gelände zu fahren ist schwierig. Nach einem stressigen Tag fahr ich gerne beim Stausee entlang, von hinten den Hochschachten rauf. Da oben kenn ich ein kleines Wirtshaus und da gibt’s dann vor der Rückfahrt auch ein kühles Radler und einen Wurstsalat. Zum Abschalten braucht man Natur und die haben wir direkt vor der Haustür.

 

In Ihrem Geschäft führen Sie auch E‐Bikes im Sortiment. Sind E‐Bikes für Sie noch ein Trend, der sich in den Kinderschuhen befindet oder bereits eine etablierte Alternative?

Herr Leitl: Ganz klar, der Trend war einmal ein Trend. Meiner Meinung nach hat sich das E‐Bike, wie es im Volksmund heißt, absolut etabliert. Das sehen wir auch klar an den Verkaufszahlen. Mittlerweile fallen gut 70 % unserer Verkäufe auf die Pedelec Bikes zurück. Diese haben ihren Namen daher, dass sie Pedal unterstütztes Treten ermöglichen. Ein richtiges „E‐Bike‟ müsste theoretisch sogar angemeldet werden mit Nummernschild. Aber die meisten sagen E‐Bike, ist ja auch leichter zu verstehen. Die restlichen 30 % sind vor allem Fahrräder für Kinder. 

Die Nachfrage ist also definitiv da. Schwierig ist derzeit nur die Liefersituation – und das gar nicht so wegen der Pandemie, sondern schlichtweg aufgrund der weltweiten Nachfragen nach E‐Bikes. Das E‐Bike respektive das Pedelec ist mittlerweile mehr als nur ein Fortbewegungsmittel für Menschen, die mobil eingeschränkt sind, sondern viel mehr ein richtiges Sportgerät. Es gibt am Geißkopf sogar richtige E‐Bike Strecken und Meisterschaften. Wir haben viele junge Kunden und Kundinnen, die haben zwei Fahrräder zu Hause und wechseln, je nach Strecke.

Aber was soll ich sagen? Ich finde die elektrischen Fahrräder klasse. Die Hürde, loszufahren – auch nach einem anstrengenden Tag am Abend – ist viel geringer. Man hüpft drauf und los geht’s, man bewegt sich. Und das viel leichter, auch wenn der innere Schweinehund mal etwas lauter murrt.

 

Bei Ihnen können sich Kunden sogar Fahrräder leasen – wie funktioniert das? Und wie wird dieser Service bisher angenommen?

Herr Leitl: Aktuell bieten wir nur Leasing für Firmen, nicht für Privatpersonen. Das wird in der Region auch gut angenommen.

Das Unternehmen muss nichts weiter tun als sich eine Leasing‐Firma aussuchen, mit dieser einen entsprechenden Rahmenvertrag aufsetzen (wie viele Räder, welche Höchstsumme, Anzahl der Räder pro Person etc.) und anschließend kommen die Mitarbeiter/innen zu uns in den Laden und suchen sich ein Fahrrad aus.

 

Was hat Sie dazu bewegt, Teil von ALLES REGIONAL zu werden?

Herr Leitl: Da sind wir wieder beim Thema „Familienunternehmen‟. Egal, was wir machen, wir schauen, dass wir in der Region kaufen und die Geschäfte und Unternehmen unterstützen – nicht erst seit Corona. Ich finde es klasse, dass es für genau diese Unternehmer und Unternehmerinnen einen Verbund gibt und dass man selbst mit dem ALLES REGIONAL Portal alle lokalen Geschäfte findet und stöbern kann.

 

Vielen Dank für die Einblicke in Ihr Unternehmen und das freundliche Interview!

Vertrauen, Leidenschaft und Heimatliebe.

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